MMORPG im Wohnmobil

January 04, 2018  •  3 Kommentare

Ja, wir müssen uns an dieser Stelle mal outen. Manchmal, allerdings sehr viel weniger, als vor einigen Jahren, gelüstet es uns, in fremde Welten einzutauchen und dort gemeinsam Abenteuer zu er- und überleben. Hierzu begeben wir uns ab und an nach Azeroth, eine künstliche Pixelwelt des MMORPG (Massively Multiplayer Online Role-Playing Game) World of Warcraft.

Und natürlich haben wir uns gefragt, ob wir dieses denn auch von unterwegs im Fienchen sitzend machen können.

Hierzu waren wir bemüht, die notwendige Infrastruktur hierfür bereitzustellen, die wir hier kurz vorstellen wollen.

 


Antenne


Zunächst einmal findet das Internet, welches natürlich für ein Onlinespiel benötigt wird, seinen Weg über unsere Außenantenne ins Wohnmobil hinein.

Da es auf dem Markt viele verschiedene Modelle gibt, war die Auswahl auch recht schwer. Wir haben uns für eine sogenannte MIMO-Antenne,  LPMM 7-27* entschieden, die wir allerdings in schwarz erhalten konnten. Diese Antenne hat keine Richtcharakteristik, was bedeutet, dass man sie nicht auf einen speziellen Sendemast ausrichten kann und die dadurch wahrscheinlich auch einen etwas schlechteren Empfang, als Richtantennen haben dürfte. Doch wird das wieder dadurch relativiert, dass wir, wenn wir einen Stehplatz fürs Fienchen gefunden haben garantiert nicht erst aufs Dach hinaufkrabbeln werden, um eine Antenne entsprechend auszurichten. Und diese Rundempfangsantenne empfängt halt in jeder Richtung.

Für die Antenne mussten wir ein Loch für die Befestigung und Kabeldurchführung ins Fienchendach hineinbohren.

Aber die Abdichtung mittels einer auf der Unterseite der Antenne aufgebrachten runden 3M-Klebefolie machte einen zuverlässigen Eindruck, um damit das Loch wieder abzudichten.

Zum Schluss wurde das Antennengehäuse verschraubt und ist seitdem absolut dicht.

Da das Kabel der Antenne nicht lang genug war, um es mit dem Router zu verbinden, mussten wir noch eine 5 m Verlängerung verlegen (SMA-Buchse auf SMA-Stecker Twinkabel)

verlegen. Wir hatten uns für eine 5m Verlängerung entschieden, da wir zu diesem Zeitpunkt des Ausbaus noch überhaupt nicht wussten, wo wir denn den Router unterbringen werden. Nachträglich betrachtet hätten auch 4 m ausgereicht.

Am Ende des Antennenverlängerungskabel befindet sich - welch eine Überraschung - ein Router. 

 


Der Router


Wir haben uns auf Empfehlung von www.amumot.de für ein Modell Huawei B315s-22 LTE* in der Farbe schwarz entschieden, den wir direkt an die 12V-Stromversorgung des Aufbaus anschließen konnten, ohne hierfür den Wechselrichter, der dann unnötig laufen und Strom verbrauchen würde zu bemühen.

Außerdem befinden sich auf der Rückseite die Antennenbuchsen zur Aufnahme der Antennenverlängerung.

In den Router lassen sich die SIM-Karten einsetzen, um Internet empfangen zu können. In good old germany hatten wir uns nach einem missglückten Versuch mit Vodafone für einen 1und1 - Monatsvertrag entschieden und hier in Portugal nutzen wir eine NOS-Karte mit unbeschränktem Limit für 1 € pro Tag.

Das klappt absolut prima und wir wundern uns stets aufs Neue, wie es den Portugiesen gelingt überall so tolles Internet für diesen Preis bereitzustellen und merken wieder einmal, dass man in Deutschland oftmals diesbezüglich nur noch abgezockt wird.

Der Router stellt WLAN zur Verfügung, was auch absolut gut klappt. Doch da wir nicht dauernd von WLAN-Strahlung umgeben sein wollten und auch an einen Geschwindigkeitszuwachs durch LAN-Kabel glauben, haben wir uns dazu entschlossen, vom Router zur Schalttafel neben dem Durchstieg LAN-Kabel zu verlegen.

 


LAN-Kabel


Wir benötigten also zum Einen LAN-Stecker für den Anschluss an den Router, LAN-Kabel zum Verlegen und LAN-Steckdosen, um dann die Laptops damit zu verbinden.

Zum Glück konnten wir auf die Hilfe von Timo zurückgreifen, der uns das Ganze professionell installierte. Wir nahmen diese LAN-Stecker*, da man sie ohne Spezialwerkzeug belegen kann. Kabel nutzten wir diesen 10m Ring*, den wir auch fast vollständig verbauten. Man muss sich wundern, wie viel Kabel durch das verbauen mit all den Rundungen und Ecken benötigt wird.

Zum Einbau in die Wand nutzten wir die Doppel - LAN-Dose von Busch-Jaeger*, und die zu unserer Schalterserie passende Verblendung.

 


Verbindung zu den Laptops


Jetzt fehlte nur noch das Anschlusskabel an die Laptops. 

Die normalen LAN-Kabel erschienen uns als zu starr und wenig gut handhabbar. Deshalb entschieden wir uns für diese CAT 7 Netzwerkkabel* , da sie sehr flexibel sind und - so denken wir zumindest - wenig Zug und Druck auf die in den Laptops eingebauten LAN-Dosen ausübern (Ihr wisst schon, von wegen Haltbarkeit und so).

 


Fazit


Mit diesem oben beschriebenen Equipement gelangen wir also ins Internet. Zur Zeit stehen wir mitten im Nirgendwo in Portugal in einer menschenleeren Gegend direkt an einem (fast leeren) Stausee. Und selbst hier haben wir absolut guten Empfang. Und nun zur Beantwortung der eingangs beschriebenen Frage, ob mit dieser Hardwaregestaltung das Spielen von World of Warcraft möglich ist, können wir nur sagen: Ja, ist es. In einer hinreichend guten Geschwindigkeit!.

 

Hier noch einmal eine Auflistung der oben beschriebenen Hardware:

 

Stay tuned, es bleibt spannend....


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Kommentare

Thomas(nicht registriert)
Hi ihr Beiden,

bin gerade verschärft am packen. Montag in einer Woche soll es losgehen.
Morgen noch eine Runde mit der GS dann kommt sie in den Anhänger.
Wo seid ihr denn gerade?

Bis die Tage
Thomas
Weltenbummlerinnen
Hallo Martin, den von Dir beschriebenen Kausalzusammenhang würde ich so nicht nachvollziehen wollen. Viele Menschen fahren abends in ihrem Wohnmobil die SAT-Schüssel aus, andere Spielen Karten oder frönen dem übermäßigen Genuss spiritueller Getränke :-) und wiederum andere, die vielleicht gar keine SAT-Schüssel haben und diese selbst geschenkt nicht haben wollen, spielen an manchen Tagen am Laptop. Ich glaube, die Dosis macht es. Wie bei allem.
Martin(nicht registriert)
Hallo,
Man (Frau) fährt nach Portugal um am Laptop zu spielen???
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